Ein Kollege von mir sagte einmal: „Das Einzige, was mich aufhält, ist die Zeit." Kommt dir das bekannt vor? Viele von uns haben das Gefühl, dass 24 Stunden am Tag einfach nicht ausreichen, um alles zu erledigen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und trotzdem noch Zeit für Hobbys zu haben.
Glücklicherweise können effektive Priorisierung und Zeitmanagement einen riesigen Unterschied machen. In diesem Artikel findest du praktische Tipps und Methoden zur Priorisierung von Aufgaben, zum Umgang mit Unterbrechungen und zur Maximierung der Produktivität. Ausserdem können nützliche Tools und Apps dein persönliches Zeitmanagement zusätzlich unterstützen.
1. Beginne damit, alle deine Aufgaben aufzulisten
Ein Ausgangspunkt ist entscheidend. Wenn deine Aufgaben und Ideen überall verstreut sind, ist es unmöglich zu entscheiden, wo du anfangen sollst. Also fange an, alles aufzuschreiben, was du erledigen musst. Sobald du diese Liste hast, identifiziere, welche Aufgaben dringend sind und sofortige Aufmerksamkeit erfordern, und welche etwas warten können.
Ausserdem solltest du grosse Aufgaben in kleinere, besser handhabbare Schritte aufteilen. Solche Vorhaben können überwältigend sein, aber wenn du sie in kleinere Aufgaben aufteilst, werden sie viel einfacher zu bewältigen, und du bekommst ein Erfolgsgefühl, wenn du jeden Schritt abschliesst.
- Kategorisiere deine Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit.
- Teile grössere Aufgaben in kleinere, handhabbare Teilaufgaben auf.
- Berücksichtige Fristen und teile die Zeit entsprechend ein.
Pro-Tipp: Eisenhower-Methode
Der ehemalige US-Präsident Eisenhower sagte: „Ich habe zwei Arten von Problemen: die dringenden und die wichtigen. Die dringenden sind nicht wichtig, und die wichtigen sind niemals dringend." Diese Einsicht unterstreicht die Notwendigkeit, wichtige Aktivitäten gegenüber bloss dringenden zu priorisieren. Wichtige Aufgaben tragen zur Erreichung unserer langfristigen Ziele bei, während dringende Aufgaben aufgrund ihrer unmittelbaren Konsequenzen sofortige Aufmerksamkeit erfordern.
Mit der Eisenhower-Methode können Aufgaben in vier Quadranten eingeteilt werden: dringend und wichtig, wichtig aber nicht dringend, dringend aber nicht wichtig, und weder dringend noch wichtig. Aufgaben im ersten Quadranten sollten sofort erledigt werden, die im zweiten sollten eingeplant, die im dritten delegiert und die im vierten eliminiert werden. Indem du Aufgaben auf diese Weise kategorisierst, kannst du deinen Arbeitsablauf optimieren und sicherstellen, dass deine Zeit für das aufgewendet wird, was wirklich wichtig ist.
Eisenhower-Matrix

2. Buche ein Meeting mit dir selbst
Wenn es nicht in deinem Kalender steht, existiert es nicht. Der „Ich mache es heute"-Ansatz reicht für effektives Zeit- und Aufgabenmanagement nicht aus. Versuche, deine Aufgaben wie Termine zu behandeln. Das hilft dir, konzentrierte Zeit für deine Aufgaben zu widmen, und verhindert, dass andere Aktivitäten dich ablenken. Zögere auch nicht, deine Verfügbarkeit an Kollegen zu kommunizieren. Das hilft wirklich, Unterbrechungen zu minimieren.

Zum Beispiel bietet Outlook eine tolle Funktion, mit der du „Focus Time" hinzufügen kannst. Damit wird ein Termin in deinem Kalender erstellt und die Benachrichtigungen in Outlook Web App und auf dem Mobiltelefon stummgeschaltet. Ausserdem wird dein Microsoft Teams-Status auf „Do Not Disturb" gesetzt (siehe Bild oben).
- Erstelle einen Termin in deinem Kalender für deine Aufgabe.
- Kommuniziere deine Verfügbarkeit an Kollegen.
- Erstelle „Focus Time" für deine Aufgaben.
3. Schaffe dir eine Routine
Vielleicht hast du manchmal die ersten beiden Punkte geschafft, aber dann wurde irgendwie alles doch wieder chaotisch. Deshalb ist es wichtig, eine Routine zu etablieren. Konsequenz ist der Schlüssel. Es kann am Anfang schwer sein, aber sobald du eine Routine geschaffen hast, läuft alles reibungslos.
- Etabliere eine tägliche Routine.
- Sei konsequent.
- Gib nicht auf!
Pro-Tipp: Die 1-3-5-Regel
Die 1-3-5-Regel ist eine einfache Methode, um deine täglichen Aufgaben zu priorisieren und zu verwalten. Mit dieser Technik planst du jeden Tag, eine grosse Aufgabe, drei mittlere Aufgaben und fünf kleine Aufgaben zu erledigen. Diese Struktur hilft dir, wichtige Aufgaben anzugehen, ohne dich überwältigt zu fühlen, und hält deine Arbeitsbelastung ausgewogen. Durch regelmässige Überprüfung und Kategorisierung deiner Aufgaben nach dieser Regel kannst du deine Ziele leichter erreichen.
- Kleine Aufgaben könnten das Organisieren deines Arbeitsplatzes oder das Beantworten schneller Anfragen umfassen.
- Mittlere Aufgaben könnten das Verfassen eines Berichts oder die Teilnahme an einem Routine-Meeting beinhalten.
- Grosse Aufgaben könnten Dinge wie die Entwicklung eines strategischen Plans oder das Abschliessen eines bedeutenden Projektmeilensteins sein.
4. Überprüfe deine Aufgaben
Wie alles andere können sich auch deine Prioritäten im Laufe der Zeit ändern. Nimm dir etwas Zeit, um Aufgaben zu überprüfen, zu denen du dich vor einer Weile verpflichtet hast und an denen du noch arbeitest. Frage dich, ob sie noch mit deinen aktuellen Zielen übereinstimmen. Wenn eine Aufgabe keine Priorität mehr ist, stelle sie auf Eis. Es ist in Ordnung, Aufgaben zu deprioritisieren, die nicht mehr relevant sind. Konzentriere deine Zeit und Energie auf Aufgaben, die wichtig sind.
- Überprüfe und passe Prioritäten regelmässig nach Bedarf an.
- Wenn die Aufgabe nicht mehr zu deinen Prioritäten gehört, stelle sie auf Eis.
- Konzentriere dich auf das, was wirklich wichtig ist.
- Teile Aufgaben in „Hindernisse beseitigen"-Aufgaben, bei denen du von jemand anderem abhängig bist, und solche, die du selbständig erledigen kannst.
5. Verabschiede dich von handschriftlichen To-dos – nutze ein Tool
Im Zeitalter der Technologie und künstlichen Intelligenz wäre es schade, diese Fortschritte nicht zu nutzen. Während Generation Z das für selbstverständlich hält, ist es eine Erinnerung für die papierlieberenden Generation X und Millennials. Handgeschriebene To-do-Listen können unorganisiert, fehleranfällig und leicht zu verlieren sein. Digitale Aufgabenmanagement-Tools verfügen über Fortschritts-Tracking-Funktionen, die dir zeigen, wie viel du bereits erledigt hast und was noch zu tun ist. Mit diesen Tools kannst du Fristen und Aufgabenabhängigkeiten leicht einsehen, was dir hilft, deine Arbeit effektiver zu planen.
- Verfolge den Fortschritt in Echtzeit, um genau zu sehen, wo die Arbeit steht.
- Sieh Fälligkeitstermine und Abhängigkeiten, damit du deine Ziele ohne Hektik erreichst.
- Du hast es immer dabei. Kein Risiko des Vergessens oder Verlierens.
Es gibt viele Optionen und Tools. Du musst selbst ausprobieren und herausfinden, was für dich am besten funktioniert. Meine persönlichen Favoriten sind:
- Calendar: Ja. Die einfache Kalender-App deines E-Mail-Anbieters. Plane, terminiere und verwalte deine persönlichen und beruflichen Aufgaben und Termine.
- Microsoft To Do: Du kannst deine To-do-Listen erstellen, Erinnerungen setzen und deine E-Mails integrieren. Es importiert auch alle Aufgaben, die dir in deiner Microsoft Teams-Umgebung zugewiesen wurden. Du kannst alles an einem Ort haben.
- Asana: Wenn du nach einem kollaborativeren Tool für das Projektmanagement suchst, ist Asana die richtige Wahl. Es ermöglicht dir, Aufgaben zu organisieren, Fristen zu setzen, Verantwortlichkeiten zuzuweisen und den Fortschritt mit verschiedenen Ansichten wie Listen, Boards und Kalendern zu verfolgen.
- EasyMeet 365: Last but not least... Das Verwalten von Meetings ist ein wichtiger Aspekt des Zeitmanagements, da Meetings oft zeitaufwändig werden können. Zwischen Vorbereitung, Agenda-Erstellung und Planung verbringen wir oft mehr Zeit mit der Planung von Meetings als mit der eigentlichen Arbeit. Hier kommt EasyMeet 365 ins Spiel. Diese App ermöglicht es dir, mühelos Umfragen zu erstellen, die Agenden anderer einzusehen und Zeitfenster auszuwählen. Das Beste daran ist, dass die App, sobald eine Umfrage erstellt ist, das Meeting automatisch plant. Sie integriert sich nahtlos in Microsoft Teams und Outlook und spart dir Zeit und verbessert deine organisatorische Effizienz.

Fazit: weniger Chaos, mehr Freizeit
Zeitmanagement kann überwältigend sein, und Chaos und Verwirrung können zu ernsthaften Problemen führen. Es ist wichtig, die eigene Methode zu finden und daran festzuhalten. Das Wichtigste ist, Technologie zu nutzen, neue Apps zu erkunden und immer nach besseren Lösungen und Verbesserungen zu suchen. Durch Priorisierung von Aufgaben, Umgang mit Unterbrechungen und Nutzung der richtigen Tools kannst du deine Produktivität maximieren und das Beste aus deiner Zeit machen.
Denke daran: Es geht darum, ein System zu finden, das für dich funktioniert, und konsequent dabei zu bleiben. Viel Spass beim Organisieren!



